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Karmapa: die Tatkraft aller Buddhas

 

Buddha selbst sagte im Samadhi Raja Sutra voraus, dass 1.600 Jahre nach seinem Tod ein Lehrer mit großer spiritueller Verwirklichung in Tibet erscheinen und die Inkarnationsreihe der Karmapas begründen werde.

 

Der erste Karmapa der Name bedeutet Tatkraft aller Buddhas” — hieß Düsum Khyenpa (1110-1193) und wurde mit seiner zweiten Inkarnation Karma Pakshi (2. Karmapa) der erste bewusst wiedergeborene Lama Tibets.

 

Bis heute sind insgesamt 17 Karmapas als Oberhaupt der Karma-Kagyü-Linie erschienen und haben sich als Kind selbst zu erkennen gegeben. Einige Karmapas hinterließen vor ihrem Tod sogar genaue Angaben über Zeit, Ort und Umstände ihrer nächsten Wiedergeburt.

 

Ein Schüler des 4. Karmapa Rolpe Dorje unterrichtete unter anderem den ersten Dalai Lama. Dieser war ein bedeutender Lehrer der im 14. Jahrhundert gegründeten Gelugpa- Schule, die enge Verbindungen zu den mächtigen Mongolen unterhielt. Im Jahr 1642 zerstörte der Mongolenherrscher Gushri Khan viele Klöster der drei älteren buddhistischen Schulen und ernannte anschließend den 5. Dalai Lama zum ersten GottkönigTibets. Die älteren Schulen blieben jedoch bis heute spirituell unabhängig.
 

Hauptsitz der Karmapas war bis ins 20. Jahrhundert das Kloster Tsurphu in Zentraltibet. Der zweite Karmapa Karma Pakshi (1204-1283) verbrachte Jahre am chinesischen Hof Kublai Khans und wird in den Reiseerinnerungen Marco Polos erwähnt. Mehrere Karmapas gaben der Vermittlung des Buddhismus in Tibet wichtige Impulse. Ihre Meditationen und Textkommentare haben für Kagyü-Buddhisten bis heute große Bedeutung.
 

Webauftritt: http://www.karmapa.org

Gau
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