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Fragen zum Diamantweg-Buddhismus:
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Warum kommt der Diamantweg aus Tibet ?
> Woher stammen
die vier Schulen im Tibetischen Buddhismus ?
> Was bedeutet Übertragungslinie
im Diamantweg ?
> Warum ist der Lama (Lehrer)
im Diamantweg so wichtig ?
> Warum wird der Diamantweg
im Westen mit der Karma Kagyü Schule gleichgesetzt ?
> Wo findet man Diamantweg-Buddhismus
im Westen ?
Warum kommt der Diamantweg aus
Tibet ?
Nach rund 1.500 Jahren in Indien verbreitete
sich Buddhas Wissen um die Natur des Geistes auch in Tibet. Der
tibetische König Trisong Detsen lud im 8. Jhdt. die beiden
indischen Meister Padmasambhava (tib. Guru Rinpoche) und Shantarakshita
(tib. Shiwatso) nach Tibet ein, um dort den Buddhismus zu lehren.
Während sich in den verschiedenen buddhistischen Ländern
Asiens schwerpunktmäßig meist nur ein Aspekt von Buddhas
Lehre verbreitet hatte (z.B. Zen in Japan, Theravada in Sri Lanka,
usw.), wurde in Tibet die Gesamtheit von Buddhas Belehrungen und
Meditationen überliefert.
Da Guru Rinpoche vor allem die tantrischen Aspekte
von Buddhas Lehre betonte, also die Belehrungen des Diamantfahrzeugs
(skt. Varjayana), haben sich diese dann auch maßgeblich in
Tibet durchgesetzt. Seit dieser Zeit kann man den tibetischen
Buddhismus auch mit dem Diamantweg oder Tantrayana gleichsetzen.
Woher stammen die vier Schulen
im Tibetischen Buddhismus ?
Die erste Überlieferungswelle im 8. Jhdt.,
die auf Guru Rinpoche zurückzuführen ist, wird auch als
die Überlieferung der Alten (tib. Nyingma) bezeichnet.
Im 11. Jhdt. erfolgte dann eine zweite Welle der Überlieferungen
buddhistischen Wissens und Erfahrung. Diese bildete die Grundlage
für die sogenannten neuen (tib. Sarma) Schulen
des tibetischen Buddhismus. Zu diesen zählen die Karma Kagyü
Linie sowie die Sakya Schule.
Im 13. Jhdt. schließlich entstand dann die letzte der vier
großen buddhistischen Schulen Tibets, die Ganden Linie, die
auch Schule der Tugendhaften (tib. Gelugpa) genannt wird.
Während in den drei ersten drei Schulen hauptsächlich
das Diamantfahrzeug praktiziert wird, widmet sich die Gelugpa Schule
schwerpunktmäßig meist eher dem Studium von Texten des
Großen Fahrzeuges (skt. Mahayana).
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Eine ausführliche Beschreibung der einzelnen Schulen finden
Sie auf www.vajrayana.at
Was bedeutet Übertragungslinie
im Diamantweg ?
Der Begriff "Übertragungslinie" ist nur im Diamantweg
zu finden. Da das Ziel des Diamantweges die unmittelbare, volle
Erfahrung der Natur des Geistes (Erleuchtung) ist, braucht es jemanden,
der diese Erfahrung bereits hat und weitergeben kann.
Der historische Buddha leitete seine Schüler so lange auf dem
Weg an, bis sie selbst den vollen Zustand der Erleuchtung oder Buddhaschaft
erlangt hatten. Danach gaben diese ihre Erfahrung wiederum ihren
Schülern so lange weiter, bis auch diese voll im Ziel angelangt
waren.
Diese "Übertragung" der Erleuchtungserfahrung wurde
seit dem Historischen Buddha vor über 2500 Jahren bis heute
ohne Unterbrechung von verwirklichten Meistern an ihre Schüler
weitergegeben. Dies ermöglicht den letztendlichen Schritt zur
Erleuchtung. Es heißt, daß es ohne diese gesicherte,
letztendliche Erfahrung der Wirklichkeit keinen Diamantweg gibt.
Warum ist der Lehrer im Diamantweg
so wichtig ?
Da der unerleuchtete Geist wie ein Auge funktioniert, also alles
Äußere wahrnehmen kann, sich aber selbst nicht sieht,
brauchen wir eine Art besonderen Spiegel, der uns unser zeitloses
Wesen zeigt.
In der Meditation steht die Arbeit mit inneren
Energien und mit Lichtformen weiblicher und männlicher Buddhas
im Mittelpunkt. Diese Buddhaformen zeigen die verschiedenen erleuchteten
Qualitäten des Geistes.
Da der Diamantweg Buddhismus aber nicht nur während, sondern
auch außerhalb der Meditations-Sitzungen auf die ständige
Identifikation mit der eigenen Buddhanatur setzt,
spielt der Lehrer im Diamantweg eine bedeutende Rolle. Durch sein
authentisches Lebensbeispiel schafft er völliges Vertrauen
und Offenheit, daß auch wir selbst diese Qualitäten
bereits in uns tragen und fähig sind, sie zu verwirklichen.
Warum wird der Diamantweg im
Westen mit der Karma Kagyü Schule gleichgesetzt ?
Nach der chinesischen Besetzung und Zerstörung Tibets mußten
die großen Yogis und Meditations-Meister Tibet verlassen.
Die meisten von ihnen flüchteten ins indische oder nepalesische
Exil. Durch den nun möglich gewordenen Kontakt mit interessierten
und offenen "Westlern" verbreitete sich der Tibetische
Buddhismus nun auch zunehmend in der westlichen Welt.
Obwohl Buddhas Wissen um die Natur des Geistes zeitlos und unabhängig
von sozialen und gesellschaftlichen Normen ist, haben die Nynigma-,
Sakya- und Gelugpa-Schule zumeist ihren traditionellen tibetischen
Stil in Organisation, Hierarchie und Lehrdarlegung beibehalten.
Lediglich in der Karma Kagyü Schule hat sich - mit Ausnahme
des monastischen Zweiges der Linie in Frankreich - ein besonders
lebensnaher, westlicher Laien- und Verwirklicher- (Yogi-)weg entwickelt,
wo Buddhas höchste Belehrungen und Sichtweisen mitten im
modernen Alltag mit Beruf und Familie umgesetzt und angewandt
werden.
Dies scheint auch der Grund zu sein, weshalb sich die Karma Kagyü
Schule im Westen am schnellsten und stärksten entwickelt
hat und der Begriff "Diamantweg" speziell mit dieser
Richtung verknüpft wird.
Wo findet man den Diamantweg-Buddhismus
im Westen?
Rund 610 buddhistische Zentren der Karma
Kagyü Linie wurden weltweit seit 1972 von
Lama Ole Nydahl, dem bekanntesten westlichen Lama des Diamantweges,
im Auftrag des 16. Karmapa
, dem geistigen Oberhaupt der Karma Kagyü Linie, gegründet.
Allein im deutschsprachigen Raum gibt es an die 200 Buddhistische
Zentren und Gruppen, die auf der Grundlage von Freundschaft und
Idealismus ehrenamtlich betrieben werden. In diesen kann jeder
einen zeitgemäßen und selbstbestimmten Zugang zu Buddhas
Lehre finden.
An den regelmäßigen öffentlichen und kostenlosen
Abenden kann man jederzeit und ohne jede Vorkenntnis vorbeischauen
und Meditation kennenlernen. Jedes Zentrum bietet darüber
hinaus Vorträge und Kurse mit in- und ausländischen
buddhistischen Lehrern an, wo man buddhistische Sichtweise, Inhalte,
Meditation und den praktischen Umgang im Alltag "lernen"
und üben kann.
Die Zentren sind in einigen Ländern wie z.B. in Deutschland
als gemeinnützige Vereine anerkannt. In Österreich ist
der Buddhismus eine anerkannte Religion, wie auch z.B. in Polen
und Dänemark.
Bedeutend für die westliche Welt ist, dass unsere Karma Kagyü
Zentren einen Laien- und Verwirklicher-Weg (Diamantweg-Buddhismus)
lehren, der auf die Entwicklung von Klarheit und Selbstständigkeit
in der heutigen Welt zielt. Inhaltlich steht er auf drei Säulen:
überprüfbares, dogmenfreies Wissen, Meditation und Wege
zum Festigen der erreichten Bewusstseinsebenen.
>> Unsere Zentren in
Österreich
>>
Unsere Zentren weltweit
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